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Betriebskostenpauschale: HgE erhalten 27,3 % mehr

Nach mehrstündigen Verhandlungen stand es am gestrigen Nachmittag (05.06.) fest: Die Betriebskostenpauschale der hebammengeleiteten Einrichtungen (HgE) wird zum 01.07.2012 von 550 € auf 700 € pro Geburt angehoben, das entspricht einer Steigerung um 27,3%. Für dieses Ergebnis war ein entsprechender Schiedsstellenspruch notwendig, nachdem die Hebammenverbände (BfHD, DHV und Netzwerk der Geburtshäuser) in den regulären Verhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband keine auch nur halbwegs akzeptable Erhöhung erzielen konnten.

Die neue Betriebskostenpauschale gilt längstens bis zum 30.06.2015. Spätestens bis dahin muss der Schiedsstelle ein von Krankenkassen und Hebammenverbänden auf den Weg gebrachtes Wirtschaftsgutachten vorliegen, welches Grundlage für weitere Verhandlungen zur Betriebskostenpauschale sein soll.

Alles in allem können die Hebammenverbände mit dem Schiedsstellenspruch nicht unzufrieden sein, wenngleich sie mit einer Forderung von 1.000 € in die Verhandlungen gegangen waren. Mehr als einen ersten Schritt in die richtige Richtung wollten die Vertreter der Hebammen in dem jetzt gefundenen Kompromiss auch nicht sehen. Erst die Verhandlungen zu den Vergütungen der übrigen Leistungspositionen rund um Geburt, Vor- und Nachsorge unter Einschluss der Prämien zur Berufshaftpflicht werden zeigen, ob freiberufliche Hebammen eine auskömmliche ökonomische Perspektive haben. Die Art und Weise, wie der GKV die gestrigen Verhandlungen führte, lässt es als fast sicher erscheinen, dass Schiedsstellensprüche in Zukunft eher die Regel als die Ausnahme sein werden.

Hebammen sind unersetzlich!

Unter dem Motto: Hebammen sind unersetzlich! hat campact! heute eine Aktion gestartet, die sich an Gesundheitsminister Daniel Bahr richtet. Weitere Informationen zu campact! und die Möglichkeit den Appell zu unterstützen unter:

 

Kampagne: Hebammen