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Liebe Hebamme!

Für ein internationales Forschungsprojekt suchen wir (berufstätige) Hebammen aus Deutschland, Österreich, Belgien und den Niederlanden, die uns mit dem Ausfüllen eines Online-Fragebogens helfen. Bei dem Forschungsprojekt geht es um den Einfluss der Arbeit auf das Wohlbefinden, die Erholung und das Privatleben von Hebammen und wir würden uns freuen, wenn Sie uns unterstützen.

Mit dem aktuellen Fragebogen möchten wir herausfinden, wie Hebammen ihre Arbeit und die Rufbereitschaft erfahren und inwieweit sich diese Erfahrung auf ihr Wohlbefinden auswirkt. Für uns ist außerdem interessant, welche Rolle dabei persönliche Eigenschaften und die Familiensituation spielen.

Um zum Fragebogen zu gelangen, klicken Sie bitte hier oder kopieren Sie den unten stehenden Link und fügen sie ihn in die Adresszeile Ihres Browsers ein. Sie finden auf der Website neben dem Fragebogen auch mehr Informationen zur Studie.

Das Ausfüllen des Fragebogens dauert ca. 15 Minuten.

Hier gelangen Sie zur Umfrage: https://psychru.qualtrics.com/SE/?SID=SV_5jZkmetkXh0SQId

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!

Herzliche Grüße

Carla Ziebertz (Projektleitung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), Dr. Debby Beckers, Dr. Madelon van Hooff, Prof. Dr. Michiel Kompier und Prof. Dr. Sabine Geurts 

Radboud Universität (Nimwegen, Niederlande)

Mehr Informationen auf unserer Website: www.oncall-research.com

Zur aktuellen Situation der Hebammen (fast) passend

Copyright Ritsch und Renn

www.ritsch-renn.com

Der Entwurf eines „Gesetzes über den Beruf der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters sowie zur Änderung weiterer Vorschriften“ enthält u.a. auch die folgende Änderung des Hebammengesetzes.

§ 6 Abs. 2 Satz 2, nämlich

„Teile der praktischen Ausbildung können, sofern das Ausbildungsziel es zulässt, oder darüber hinaus erfordert, auch in einer Einrichtung durchgeführt werden, die von der zuständigen Behörde zur Ausbildung ermächtigt ist.“

soll ersetzt werden durch

„Zur Vorbereitung auf den Beruf sollen Teile der praktischen Ausbildung, die die Schwangerenvorsorge, die außerklinische Geburt sowie den Wochenbettverlauf außerhalb der Klinik umfassen, bis zu einer Dauer von 480 Stunden der praktischen Ausbildung bei freiberuflichen Hebammen oder in von Hebammen geleiteten Einrichtungen durchgeführt werden, die von der zuständigen Behörde zur Ausbildung ermächtigt sind. Das Erreichen des Ausbildungsziels darf dadurch nicht gefährdet werden.“

Der BfHD hat sich in einer Stellungnahme an das Bundesgesundheitsministerium grundsätzlich positiv zu der geplanten Änderung des Hebammengesetzes geäußert, wertet doch die Neuformulierung die praktische außerklinische Ausbildung deutlich auf. Da die genannten 480 Stunden lediglich eine Obergrenze darstellen, erscheint auch die notwendige Flexibilität gewährleistet. Der BfHD hat lediglich kritisch angemerkt, dass die bisherige „Kann“- Regelung in Zukunft unnötigerweise eine „Soll“- Regelung sein soll.

Die Stellungnahme des BfHD hier als PDF

Gemeinsame Presseerklärung des BfHD, des DHV und des Netzwerkes der Geburtshäuser vom 01. Februar 2013

Nach insgesamt drei zähen und zermürbenden Verhandlungstagen hat die Schiedsstelle unter Vorsitz von Frau Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin die Hebammenvergütung für die nächsten zwei Jahre durch Schiedsspruch festgelegt. Zwischen den Hebammenverbänden und dem GKV-SV konnte keine Einigung erzielt werden.

Die nun mit den Stimmen der Vertreter der Kassen und der Unparteiischen beschlossene lineare Erhöhung von 12% liegt weit unter den Forderungen der Hebammenverbände und wurde von diesen als nicht ausreichend abgelehnt. Die Erhöhung der Vergütungspositionen für die Wochenbettbetreuung um 15% liegt ebenfalls deutlich unter dem erforderlichen Niveau. Trotz der Ablehnung durch die Hebammenverbände ist dieser Schiedsspruch jetzt verbindlich für die nächsten zwei Jahre und gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2013.

Fast drei Jahre brauchte der Petitionsausschuss des Bundestages, um sich eine weitgehend nichtssagende Beschlussempfehlung an den Bundestag zur Hebammen-Petition abzuringen.

Zum Hintergrund: Im Juni 2010 führte der Petitionsausschuss eine Öffentliche Anhörung zur E-Petition des Deutschen Hebammenverbandes zur wohnortnahen Versorgung mit Hebammenleistungen durch. In der Petition wurde insbesondere die schwierige wirtschaftliche Lage von Hebammen angesprochen, resultierend aus niedriger Vergütung und dramatisch steigenden Prämien zur Berufshaftpflicht. Mit 186.000 Mitunterzeichnern aus allen Teilen der Bevölkerung war die Hebammen-Petition die bis dato größte je eingereichte Petition.

In der Beschlussempfehlung, die im Wortlaut noch nicht vorliegt, soll dem Plenum des Bundestages im Wesentlichen nur vorgeschlagen werden, den Fraktionen die Petition zur Kenntnis zu geben und sie dem Bundesgesundheitsministerium und dem Bundesfinanzministerium  „als Material“ zu überweisen. Damit dürfte dann die Petition mehr oder weniger geräuschlos beerdigt werden. Lediglich die LINKEN hatten sich für ein eindringlicheres Votum, eine sog. „Erwägung“, ausgesprochen.

In der nachfolgenden Presseerklärung des Petitionsausschusses wird zwar die Haftpflichtsituation, einhergehend mit einer unbefriedigenden Wettbewerbssituation auf Anbieterseite als Hauptursache der Hebammen-Misere ausgemacht, aber das wusste man auch schon vorher.

Die Presseerklärung des Petitionsausschusses ist hier nachzulesen:

Im gestrigen Verhandlungstermin waren die Vertreter der Krankenkassen nicht bereit, den Hebammen ein akzeptables Angebot für die Vergütung der Betriebskosten einer Geburt im Geburtshaus oder einer anderen von Hebammen geleiteten Einrichtung (HgE) vorzulegen. Wie schon beim Verhandlungstermin am 30.11.2011, blieben sie bei dem Angebot von max. 550 Euro plus 1,98 %, was einem Gesamtergebnis von 560,89 Euro entspricht.

Eine gemeinsame, vergleichende Studie der Spitzenverbände der Krankenkassen und der Hebammenverbände hatte Ende letzten Jahres bereits gezeigt, dass Geburten in einem Geburtshaus in einigen Bereichen überzeugend besser sind als Geburten im Krankenhaus. Erfolgsentscheidend für die außerklinische Geburtshilfe in Hebammen geleiteten Einrichtungen ist offensichtlich der Einsatz qualifizierter Hebammen. Seit Jahren arbeiten die 161 Geburtshäuser in Deutschland an der nachweislich sehr guten Betreuungsqualität, und dies bereits auch schon vor Einführung der von den Krankenkassen geforderten Qualitätsmanagementkriterien, die  nach den Richtlinien des DIN EN ISO 9001 zu erbringen sind. Nicht nur die Einführung dieser Qualitätskriterien in den Geburtshäusern, sondern auch deren Erhalt und Optimierung sind mit großem personellem und bürokratischem Aufwand und dadurch mit hohen Kosten verbunden.

Einem kleinen Geburtshaus werden die gleichen Kosten zugemutet wie einem "Großbetrieb" – ohne eine Gegenfinanzierung durch den Auftraggeber, sprich den Krankenkassen.

Wer diese zusätzlichen Leistungen fordert, muss sie auch bezahlen! Dafür werden wir weiterhin streiten und halten Euch über das Schiedsverfahren auf dem Laufenden.

für den Vorstand
Susanne Schäfer

für die Geschäftsstelle
Tabea Dietrich